Projekt in Berlin: Aufstockung und Neubau 

Ist-Zustand

  • Das Gebäude ist ein freistehendes Einfamilienhaus mit traditionellem Putzsystem. Die Außenwände verfügen nur über eine begrenzte Dämmwirkung, was auf einen insgesamt niedrigen energetischen Standard der Gebäudehülle hinweist.
  • Das bestehende Satteldach ist nur unzureichend gedämmt; ein großer Teil der Wärmeverluste erfolgt über die Dachfläche.
  • Die vorhandenen Fenster sind zweifach verglast, weisen jedoch nur durchschnittliche Wärmeschutz- und Dichtheitseigenschaften auf.
  • Die angrenzende Garage besteht aus einer leichten Konstruktion mit geringen Dämmwerten, wodurch im Anschlussbereich zur Hauptstruktur Wärmebrücken entstehen. 
  • Das bestehende Heizsystem arbeitet mit einer vergleichsweise niedrigen Energieeffizienz und entspricht nicht den heutigen Anforderungen.
  • Die Gebäudehülle weist eine unzureichende Luftdichtheit auf, was im Winter zu Wärmeverlusten und im Sommer zu einem schnellen Aufheizen der Innenräume führt.
  • Das Gebäude verfügt aktuell nur über zwei Geschosse; der vorhandene Wohnraum reicht für die zukünftigen Nutzungsanforderungen nicht mehr aus.

Herausforderungen

  • Für die geplante Aufstockung ist eine detaillierte statische Überprüfung der bestehenden Tragstruktur erforderlich, insbesondere hinsichtlich Dachkonstruktion, Außenwänden und Fundamenten. 
  • Die neue Aufstockung muss architektonisch in das Bestandsgebäude integriert werden, wobei Form, Dachgestaltung und Fassadenanbindung berücksichtigt werden müssen.
  • Die energetische Sanierung von Dach, Fassade und Fenstern muss in Verbindung mit der Aufstockung so geplant werden, dass die Luftdichtheitsebene durchgehend ist und Wärmebrücken minimiert werden.
  • Während des Rückbaus des Daches und der Aufstockungsarbeiten muss ein besonderer Schutz gegen Witterungseinflüsse gewährleistet werden (Regen-, Wind- und Kälteschutz).
  • Genehmigungsrechtlich ist die Maßnahme anspruchsvoll, da die Aufstockung eine wesentliche Veränderung der Gebäudestruktur darstellt. Lokale Bauvorschriften, Abstandflächen und Brandschutzauflagen müssen beachtet werden.
  • Haustechnik (Heizung, Lüftung, Elektroinstallation, Entwässerung) muss an die zusätzlichen Flächen und Nutzungsanforderungen angepasst oder erweitert werden.
  • Im Rahmen des Budgets müssen statische Sicherheit, energetische Effizienz und optische Qualität gleichzeitig sichergestellt werden.

Ergebnisse / Erwartete Ergebnisse

  • Erfolgreiche Realisierung der Aufstockung mit deutlich vergrößerter Wohnfläche, wodurch zukünftige Wohn- oder Arbeitsanforderungen erfüllt werden.
  • Durch die neue Außenwand- und Dachdämmung werden die U-Werte der Gebäudehülle erheblich verbessert; die energetische Qualität erreicht die Anforderungen des GEG und kann – je nach Ausführung – KfW-Förderstandards erfüllen.


  • Der Heizenergiebedarf wird signifikant reduziert, typischerweise um 30–60 %, abhängig vom Umfang der Sanierungsmaßnahmen.
  • Die Luftdichtheit des Gebäudes verbessert sich deutlich, was zu einem höheren thermischen Komfort im Winter und Sommer führt.
  • Die Modernisierung des Heizsystems erhöht die Energieeffizienz und ermöglicht die Integration erneuerbarer Energien (z. B. Wärmepumpe, Photovoltaik).
  • Die äußere Erscheinung des Gebäudes wird modernisiert; bestehendes Gebäude und Aufstockung bilden ein harmonisches Gesamtbild.
  • Der Immobilienwert steigt durch die größere Nutzfläche und die energetische Optimierung spürbar.
  • Die Gesamtmaßnahme trägt zur langfristigen Nachhaltigkeit, besseren CO₂-Bilanz sowie zur Wert- und Lebensdauersteigerung des Gebäudes bei.