Energetische Sanierung in Bonn
Ist-Zustand
- Das Gebäude ist ein typisches Wohnhaus mit klassischem Putzsystem, dessen Außenwände nur über eine begrenzte Dämmwirkung verfügen. Der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) der Fassade ist relativ hoch.
- Die vorhandenen Fenster sind zweifach verglast, weisen jedoch nur eine durchschnittliche Luftdichtheit auf; Wärmebrücken sind deutlich erkennbar, wodurch im Winter erhöhte Wärmeverluste entstehen.
- Die Dachdämmung ist unzureichend, sodass ein erheblicher Teil der Heizwärme über das Dach abgegeben wird.
- Das bestehende Heizsystem (z. B. Gastherme) gehört zu einem älteren Modell und arbeitet mit einer vergleichsweise geringen Energieeffizienz.
- Die allgemeine Luftdichtheit des Gebäudes ist unzureichend, es gibt spürbare Luftundichtigkeiten.
- Die Energiekosten sind entsprechend hoch, und das Gebäude erfüllt die aktuellen Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) nur teilweise bzw. nicht mehr zuverlässig.
Herausforderungen
- Die energetische Sanierung der Außenwände und des Daches muss unter laufender Nutzung des Gebäudes erfolgen, was erhöhte Anforderungen an Planung und Bauablauf stellt.
- Die bestehende Fassadengestaltung sowie die optische Abgrenzung zu angrenzenden Wohneinheiten müssen berücksichtigt werden, um ein harmonisches Gesamtbild im Reihenverband sicherzustellen.
- Die alten Fenstermaße weichen von heutigen Standards ab; beim Fenstertausch müssen Anschlussdetails und die durchgehende Luftdichtheit sorgfältig gelöst werden.
- Da es sich um ein Reihenhaus handelt, müssen bauliche Eingriffe so erfolgen, dass angrenzende Einheiten statisch und optisch nicht beeinträchtigt werden.
- Das zur Verfügung stehende Budget erfordert eine effiziente Abwägung zwischen Investitionskosten und energetischem Nutzen.
- Alle Maßnahmen müssen den technischen Anforderungen für Förderprogramme (z. B. KfW, BAFA) entsprechen und korrekt dokumentiert werden.
Ergebnisse / Erwartete Ergebnisse
- Deutliche Verbesserung der Dämmwirkung der Gebäudehülle durch Sanierung von Außenwand, Dach und Fenstern; die neuen Bauteilwerte entsprechen den Vorgaben des GEG und können – je nach Ausführung – den Standard eines KfW-Effizienzhauses erreichen.
- Signifikante Reduzierung des Energieverbrauchs; der Heizenergiebedarf kann voraussichtlich um 30–60 % gesenkt werden.
- Erhöhter Wohnkomfort durch stabilere Innentemperaturen im Winter und im Sommer.
- Verbesserte Luftdichtheit des Gebäudes und spürliche Reduktion von Wärmebrücken.
- Höhere Effizienz des modernisierten Heizsystems und somit geringere Betriebskosten.
- Durch Integration erneuerbarer Energien (z. B. PV-Anlage oder Wärmepumpe) weitere Reduktion der CO₂-Emissionen des Gebäudes.
- Optische Aufwertung der Fassade, Steigerung des Immobilienwerts sowie Erfüllung zukünftiger energetischer Anforderungen.